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2.] Wahl der Bestattungsform: Erdbestattung
■ Wer die Bestattung eines Angehörigen organisieren muss, der steht am Anfang oft vor der Frage der Bestattungsart. Alte Tradition hat bei uns in Mitteleuropa die Erdbestattung. Für die Trauerbewältigung ist diese Form der menschlichen Bestattung wohl am besten geeignet.
Grabformen





■ Unsere Begräbnisrituale sind so aufgebaut, dass von der Stunde des Todes - mit Aufbahrung, Abschiednahme, [katholische Totenmesse, Requiem], Aussegnung [Entlassung des Toten aus der Welt der Lebenden], Gang im Leichenzug zur Friedhofskapelle, Gang zum Grab, Grablegung, Verfüllen des Grabes, Anlage des Grabhügels, Bestand des Grabes über die vielen Jahre der Ruhezeit - der Tod einen Wandel erfährt. Es ist der allmähliche Wandel das verstorbenen Menschen zurück zur Mutter Erde. Es ist für die Angehörigen gleichzeitig ein allmählicher Wandel von der Trauer hin zu dankbarer Erinnerung. Was ist ein Grab?

■ Nicht selten werden Kostengründe für den Verzicht auf die Erdbestattung genannt und eine Feuerbestattung gewählt, doch das ist letztlich der Fall, denn für die Einäscherung, für Urne und Transporte fallen dort zusätzliche Kosten an.

■ Für die Unterhaltung eines pflegevereinfachten Grabes ist es unerheblich, ob dann bei einem Erdgrab ein Quadratmeter mehr Fläche gegossen und gejätet werden muss, als bei einer Urnenstelle.

Feuerbestattung Modernes Krematorium 2.] Wahl der Bestattungsform: Feuerbestattung
■ Neben der Erdbestattung ist bei uns auch die Feuerbestattung üblich. Bekannt sind weitehin die Seebestattung oder die neuartige Baumbestattung. Dies sind ebenfalls Feuerbestattungen, bei denen die Aschereste auf andere, entsprechende Weise beigesetzt werden.
Grabformen

■ Bei der Feuerbestattung wird zuvor oft eine Feier am Sarg gewünscht. Die Urne kann dann zu einem späteren Zeitpunkt im Kreise der engeren Angehörigen auf dem Friedhof beigesetzt.


Todesfall ... was tun: Checkliste 3.] Gang zum örtlichen Bestatter.
■ Der Bestatter benötigt [in Deutschland] folgende Unterlagen: Totenschein, Familienbuch, Rentenbescheid [Rentennummer], Personalausweis, Krankenversicherungskarte, Verwitwete benötigen die Sterbeurkunde des verstorbenen Partner, die Anschriften der Kinder werden benötigt.

■ Sind Unterlagen nicht vorhanden, können diese natürlich nachgereicht werden. Wichtig ist der zügige Gang zum Bestatter [oder Friedhof] da dort rechtzeitig mögliche Termine abgestimmt werden müssen.

■ In der Regel erhält der Bestatter mit dem Totenschein beim zuständigen Standesamt die Sterbeurkunden. Der Bestatter meldet auch die Veränderungen der Rente, der Krankenkasse, Rundfunkgebühren usw. und er erledigt den ersten Papierkrieg für das Erbschaftsgericht.


Todesfall ... was tun: Checkliste 4.] Todesfall ... Gang zur Friedhofsverwaltung
■ Die Meldung des Sterbefalls in der Friedhofsverwaltung sollte zügig erfolgen. Hier wird eine Sterbeurkunde verlangt, die natürlich nachgereicht werden kann.

■ Der Bestattungspflichtige wird in der Regel auch der Nutzungsberechtigte der Grabstelle sein, wofür er in der Friedhofsverwaltung einen Nutzungsvertrag unterschreibt.

■ Meist findet die Beerdigungsfeier in der Friedhofskapelle statt. Für die Nutzung der Feierhalle und für die Bestattung wird nun der Termin festgelegt.

■ Übrigens: bei den Abstimmungen für den Bestattungstermin sind Absprachen mit drei wichtigen Diesnstleistern nötig: (1.) mit dem Friedhof nötig, (2.) mit dem Geistlichen [oder Redner] und (3.) mit dem, der die Sargträger stellt - das muss nicht immer die Bestattungsfirma sein, denn auf dem Dorf kann dieser Dienst je nach Brauch auch von der Feuerwehr oder ehrenamtlichen Bürgern übernommen werden.