2.] Wahl der Bestattungsform: Feuerbestattung

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■ Neben der Erdbestattung ist bei uns auch die Feuerbestattung üblich. Bekannt sind weitehin die Seebestattung oder die neuartige Baumbestattung. Dies sind ebenfalls Feuerbestattungen, bei denen die Aschereste auf andere, entsprechende Weise beigesetzt werden.
Grabformen
■ Bei der Feuerbestattung wird zuvor oft eine Feier am Sarg gewünscht. Die Urne kann dann zu einem späteren Zeitpunkt im Kreise der engeren Angehörigen auf dem Friedhof beigesetzt.

■ Die andere Möglichkeit ist, wenn man die Kemierung abwartet und dann die Urne beisetzen lässt [gleich ob mit Feier oder ohne öffentliche Feier]. Welche Form man wählt, das sollten die nahen Angehörigen entscheiden. Besser ist wohl eine Feier am Sarg, doch sollte dann die spätere Urnenbeisetzung wirklich nur im engsten Familienkreis erfolgen.

■ Es kann manchmal etwas lang dauern, bis nach der Einäscherung die Urne auf dem Friedhof angekommen ist. Um nicht zu viel Zeit bis zur Urnenbeisetzung verstreichen zu lassen, kannst du auch den Bestatter bitten, die Dinge etwas zu beschleunigen. Wenn man da etwas Druck macht, dann muss man nicht Wochen warten, bis der Angehörige beigesetzt ist.

■ Übrigens: in vorgeschichtlicher Zeit wurden Tote auch schon verbrannt. Entweder, weil man sich vor Untoten fürchtete, oder weil man so die Seelen der Verstorbenen aus der Materie befreien wollte. Im Rauch stieg dann quasi die Seele in den Himmel auf. Mit dem Christentum setzte sich in Europa die Erdbestattung durch. In der Neuzeit favorisierte man die Feuerbestattung wieder, weil vor allem in Großstädten die Friedhofsflächen für Erdbestattungen nicht mehr ausreichten.

■ Heute sind die Friedhöfe eher zu leer , als zu voll und so gibt es momentan eigentlich keine zwingenden Gründe mehr, die Feuerbestattung besonders zu umwerben. Früher war man besonders dafür, weil die Pflege der Urnengräber nicht so aufwendig sei. Doch in den letzten Jahren ist man auf den Friedhöfen dazu übergegangen, die Urnengräber etwas großzügiger anzulegen und Erdgräber [etwa Reihengräber] kleiner und pflegeleichter [zB. mit Bodendeckern bepflanzt].

■ Bei Lichte betrachtet gibt es, abgesehen von weltanschaulichen Gründen, nicht unbedingt mehr die Notwendigkeit der Feuerbestattung.

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